Was sind eigentlich Engel?
Engel können ganz verschiedene Erscheinungsformen haben.
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Engel sind reine Liebe!
Im folgenden Kapitel möchten wir einige unserer persönlichen Engelerfahrungen und Engelwahrnehmungen erzählen.
Engel brachten mich auf „den Weg“
von Annegret Knorr
Vor vielen Jahren wurde ich für einen Job mit verlockenden Konditionen engagiert. Bereits in der Probezeit hatte ich kein gutes Gefühl, allerdings lebte ich zu der Zeit auch noch in dem Bewusstsein, aus verschiedenen Gründen keine andere Wahl zu haben. Das dumpfe Bauchgefühl bestätigte sich im Laufe der Zeit immer mehr und in meinem Job regierten Falschheit, Neid, Hinterhältigkeit, cholerische Ausbrüche, Psychoterror – die ganze Palette.
Eines Mittags war ich mit meinen Nerven am Ende, versuchte mich aber dennoch beherrscht zu verhalten. Plötzlich kam eine Kollegin aus einer anderen Abteilung auf mich zu. In kurzen Sätzen erklärte sie mir, dass man es ja nicht mehr mit ansehen könne, wie man mir mitspiele und bot ihre Hilfe an. Wenn ich wollte, könne sie mir mit einer Technik, die sie erlernt habe, ein wenig Energie zukommen lassen. Ich wusste, dass diese Frau die Einzige in der Firma war, der ich vertrauen konnte und beschloss, dies auch zu tun. Wir verbrachten unsere Pause gemeinsam und zogen uns an einen ruhigen Ort zurück. Was dann geschah, faszinierte mich (und tut es auch noch heute), denn nach dieser „Anwendung“ fühlte ich mich frisch und gestärkt. Meine Kollegin erklärte mir, dass man diese Methode „Reiki“ nenne.
Von diesem Tag an begann ich über Energiearbeit zu recherchieren und es dauerte nicht lange, bis ich meinen 1. Reiki-Grad selber machte. Heute weiss ich, dass ich es eben dieser Kollegin zu verdanken habe, wie mein weiterer Weg verlaufen ist. Seitdem bekam mein Leben endlich Struktur und ich hatte ein klares Bild vor Augen, wohin die Reise gehen sollte.
Das Ziel der Reise war also klar, aber mir fehlten noch immer Mut und Kraft, diese Reise anzutreten. Wie konnte man rein logisch betrachtet so einen gut bezahlten Job einfach schmeissen, um sich dem Wagnis Energiearbeit und Dienst am Menschen hinzugeben? Nachdem ich krampfhaft und natürlich erfolglos über eine Lösung gegrübelt hatte, gab ich das Problem ganz einfach in einem kleinen Paket sicher verschnürt und verpackt an die Engel ab. Und siehe da: keine zwei Wochen später passierte es dann. Ich war – übrigens immer noch in demselben Unternehmen – im Gespräch mit einem Kunden, als mir dieser ganz plötzlich und unvermittelt sagte: „Ich möchte, dass Sie hier kündigen. Ansonsten gehen Sie hier ein wie eine Primel. Sie sind für andere Aufgaben vorgesehen, und zwar für eine Arbeit mit Menschen.“ Ich war ziemlich verwirrt aufgrund dieses spontanen Ausspruchs und fragte mich, woher dieser Kunde – zumal bei unserem allerersten Kontakt – so präzise über meine Situation Bescheid wissen konnte. Aber es kam noch besser: Jeden Tag rief mich besagter Kunde an und erkundigte sich, ob ich nun schon gekündigt hätte. Auch für den Zeitpunkt seiner Anrufe hatte er ein solches Faible, da sie immer dann erfolgten, wenn ich gerade wieder „etwas auf’s Dach“ bekommen hatte. Nach zwei Monaten wirklich täglicher Anrufe konnte ich ihm dann freudestrahlend mitteilen, dass ich mich entschieden hatte zu kündigen, um mich intensiv weiter um meine Ausbildung im energetischen Bereich zu kümmern. Ich hatte jetzt auch keine Angst mehr vor finanziellen Einbrüchen, denn ich fühlte mich auf eine ganz eigene Weise getragen und unterstützt.
Auch heute – Jahre später – ruft mich dieser „Engel“ immer noch regelmäßig an und jedes dieser Gespräche versorgt mich mit einer unbeschreiblichen Energie.
Ähnlich ist es mit der Engel-Kollegin. Wir hatten uns in den letzten Jahren aufgrund beiderseitigem Arbeitsplatz- und Ortswechsel fast aus den Augen verloren. Als ich allerdings vor einiger Zeit vor einem für mich viel zu technischen Problem stand, tauchte sie „zufällig“ wieder auf und bot mir spontan Hilfe mit ihrem fachlichen Know-How an.
Wie ich am Anfang bereits erwähnte, erkennt man Engel oftmals erst sehr viel später. Jedoch ist der Moment, in dem man diese Erkenntnis erlangt einfach magisch!
Ich möchte Ihnen mit meiner Geschichte deutlich machen, dass sich eine schreckliche Situation – wie hier z. B. ein Job – durch bestimmte Kontakte, Erlebnisse oder Situationen im Nachhinein als etwas unglaublich Wertvolles herausstellen kann. Hier zeigt sich das Prinzip von Yin und Yang mal wieder ganz deutlich, denn aus dieser langen Zeit im (Job-)Schatten ist ein großartiges Licht hervorgegangen, das noch immer ganz hell auf meinen Lebensweg scheint.
Der Autobahn-Engel
von Frank Knorr
Es war ein wunderschöner warmer Frühsommertag. In NRW war gesetzlicher Feiertag und so beschlossen wir nach dem zeitigen Frühstück spontan, nach Niedersachsen rüberzufahren, um dort ein wenig bummeln zu gehen. In der nächst größeren Stadt in Niedersachsen angekommen, durften wir erfahren, dass noch mehrere Westfalen die geniale Idee hatten, herzukommen. Da wir jedoch einen eher ruhigen Tag verbringen wollten, stiegen wir kurzerhand wieder in unseren Pkw und entschieden uns, zum Zwischenahner Meer zu fahren. Das Autoradio machte uns nicht gerade große Hoffnung auf eine reibungslose Fahrt, denn überall wurden Staus angesagt. Dieser Umstand stellte uns dann auch bald vor eine Entscheidung. Ich fragte meine Frau: „Was meinst Du, fahren wir die Autobahn weiter geradeaus oder wechseln wir die Bahn gleich?“ Es entstand ein Moment des Nachdenkens, in den eine Stimme aus dem Autoradio tönte: „Fahr einfach immer geradeaus – denn dort vorne liegt dein Ziel …“
Wir schauten uns verdutzt an und lachten beide drauflos. Wir haben uns schon lange angewöhnt auf derartige Tipps zu hören und so hielten wir es auch dieses Mal. Als wir an die nächste Autobahn-Überführung heran kamen, sagte ich noch zu meiner Frau, dass sie ja jetzt mal schauen könne, wie viel denn „da unten“ los sei. Die Antwort war uns eigentlich schon von vorn herein klar, denn wir sahen zur rechten und zur linken Seite unter uns die Autos in einem kilometerlangen Stau stehen. Wir dankten den Engel für ihre „Information“ durch das Radio und am Ende der Reise auch dafür, dass wir heile, sicher und ohne Stau an unser Ziel kommen durften. An diesem Tag meinte es das Universum wohl besonders gut mit uns, denn wir erlebten noch viele wundervolle kleine Dinge, die fast schon wieder eine eigene Geschichte wert wären.
Leider wissen wir bis heute nicht, welchen Interpreten die Engel mit diesem Lied im Radio für ihre Dienste eingespannt haben, würden aber tippen auf Truck Stop oder Gunther Gabriel. Bis zu diesem besonderen Tag und auch danach bis heute haben wir diesen Song auch nie wieder gehört. Wenn Sie uns als aufmerksamer Leser hierzu einen Tipp geben können, freuen wir uns natürlich über eine Email.
Der Engel der Finanzen
von Annegret Knorr
In Zeiten finanzieller Not kommen einem bekanntlich immer mehr Einfälle, wie man vielleicht doch noch an etwas Geld kommen kann. So ein finanzieller Notfall lag leider gerade bei mir vor. Ich war gerade aus meinem Beruf „ausgestiegen“ und überhaupt sah es insgesamt nicht rosig aus. Um wenigstens meiner Seele ein schönes Zuhause in einem gesunden Körper bieten zu können, beschloss ich, eine Maßnahme zur Rückenschulung zu besuchen. Diese gehörte leider – was ich später erst erfuhr, nicht zu den üblichen Präventionsmaßnahmen der Krankenkassen.
Trotzdem beschloss ich, meine Krankenkasse mit einem Erstattungsantrag zu erfreuen. Wie eigentlich schon erwartet, kam nur wenige Tage später das Ablehnungsschreiben der Krankenkasse mit der Begründung der fehlenden Qualifikation der Trainerin. Schade, dachte ich, 35 Euro wären im Moment für mich eine Menge Geld gewesen.
Einige Tage später führte ich ein Telefonat mit meiner Reiki-Lehrerin. Diese Reiki-Lehrerin also fragte mich dann so ganz nebenbei, ob ich eigentlich wüsste, dass der Erzengel Gabriel unter anderem auch für Kommunikation und Finanzen zuständig sei. Nein, das wusste ich noch nicht – sollte es aber bald bestätigt bekommen. Nach Beendigung dieses Telefonates ging mir plötzlich ein Licht auf. Ich holte also nochmals mein Ablehnungsschreiben der Krankenkasse hervor, setzte mich damit an den Tisch, zündete eine Kerze an und sagte: „Lieber Erzengel Gabriel, ich habe heute erfahren, dass Du für Kommunikation und Finanzen zuständig bist. Kannst Du mich bei dem folgenden Telefonat bitte unterstützen, indem Du mich die richtigen Worte finden lässt und ich dieses Geld vielleicht doch noch erstattet bekomme? Ich danke Dir schon jetzt.“
Ich nahm also das Telefon, wählte die Nummer meiner Sachbearbeiterin bei der Krankenkasse und trug nochmals höflich meine Bitte vor. Zunächst ließ die Sachbearbeiterin keines meiner noch so schönen Argumente gelten und war eher abweisend. Ich dachte an Gabriel. War meine Bitte vielleicht zu klein, zu materiell, zu profan oder hatte ich vielleicht so zu ihm gesprochen, dass er mich gar nicht gehört hatte? In diesem Moment war es plötzlich so, als wenn bei meiner Telefonpartnerin jemand einen Schalter umgelegt hätte. Sie sagte plötzlich: „Ach wissen Sie was? Ich entscheide diesen Fall einfach mal in eigener Verantwortung. Andere Versicherte bekommen alle möglichen Leistungen erstattet. Dann bekommen Sie Ihr Geld auch. Ich werde veranlassen, dass Ihnen der Betrag in den nächsten Tagen erstattet wird.“
Ich bedankte mich vielmals - zuerst bei ihr und nach dem Telefonat herzlichst bei Gabriel.
Mir ist anhand dieses Erlebnisses klar geworden, dass wir wirklich alle Bitten an unsere Engel richten dürfen. Sie sind niemals zu klein, zu dumm, oder zu eigennützig. Wir sollten nur dabei beachten, dass die Dinge, um die wir bitten, nicht zum Nachteil eines anderen gereichen oder jemandem oder Etwas Schaden zufügen können. Ich habe mir daher angewöhnt, die Bitten so formulieren, dass ich immer anfüge, „wenn es zum höchsten Wohle aller Beteiligten geschieht“. Entscheidend ist auch nicht, die Bitten nach einem bestimmten Muster oder Wortlaut zu formulieren. Die Engel verstehen uns schon. Wichtig ist nur, dass wir sie bitten, denn von selbst dürfen sie nicht in unser Leben eingreifen, es sei denn, wir befinden uns in akuter Gefahr.
Schutzengel im Straßenverkehr
von Annegret Knorr
Eines schönen Tages musste ich dringend und recht schnell zu einem Termin gelangen. Ich stieg in meinen Kleinwagen und fuhr schon los. Da mir noch so viele Gedanken im Kopf herumgingen, fiel mir erst an der nächsten Straßenecke ein, dass ich meine Schutzengel noch gar nicht um ihren Schutz bei dieser Fahrt gebeten hatte. Ich sprach also schnell: „Liebe Schutzengel, bitte beschützt alle Lebewesen auf dieser Fahrt und mein kleines Auto. Danke!“
Ich hatte diesen Satz gerade zuende gesprochen, als eine laute männliche Stimme in meinem Inneren eindringlich sagte: „Tritt auf die Bremse, Mädchen – Sofort!“ Ich wusste nicht warum, aber ich reagierte wirklich sofort, obwohl für mich keine Gefahr erkennbar war. Mein kleines Auto stand abrupt und unmittelbar vor meiner Kühlerhaube stand ein Kind. Es muß wohl – für mich nicht sichtbar – auf der linken Straßenseite gestanden haben und versuchte wohl gedankenlos, hinter dem Heck eines mir entgegenkommenden Busses die Straße zu überqueren.
Die Situation war seltsam: Mein Auto stand. Das Kind kreidebleich davor. Andere Verkehrkehrsteilnehmer mit schreckgeweiteten Augen oder die Hände vor den Mund geschlagen. Die Zeit schien einige Sekunden stillzustehen. Nur ich war seelenruhig. Keine zitternden Hände, keine weichen Knien, kein klopfendes Herz. Ich war nur dankbar, dass ich mein Schutzengelgebet gerade noch rechtzeitig ausgesprochen hatte und dass mir dadurch bewusst war, dass gar nichts passieren konnte.
Es bestätigt sich immer wieder: Wenn man die Schutzengel braucht, sind sie wirklich da!

